"Neben den zunehmenden Abstrahierungen und Auflösungen sind es vor allem Wechsel und Widersprüche, die Iris Jurjahn interessieren. Diese zeigen sich beispielsweise in der Oberfläche der Gemälde: Feine Pinselstriche bilden einen Kontrast zum groben Farbauftrag mit dem Spachtel. Glatte Farbflächen stehen strukturierten Farbflächen gegenüber. Flächige, skizzenhafte Darstellungen wechseln sich ab mit präzisen Herausarbeitungen ausgewählter Details. Die Beschäftigung mit und das Interesse für solche Widersprüche und Kontraste geht mit der Intention einher, nichts Perfektes darstellen zu wollen: Über zu „glatte“ Bilder, so die Künstlerin, sähe das Auge schnell hinweg.

  

Friederike Pönisch, M.A.

Auszug aus der Eröffnungsrede "wesenHAFT"

bis 2014